Vielen ist Mascha Kaléko als Dichterin bekannt; die meisten schätzen ihre intelligente und humorvolle Art, das „Allzumenschliche“ pointiert auf den Punkt zu bringen, und jene seltsame Melancholie, die ihre Lyrik durchweht, berührt noch immer ihre Leserschaft. Berühmt wurde sie in den 20er und 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts, eine Art weibliches Pendant zu Tucholsky, Kästner und Ringelnatz.
Ihre Texte jedoch sind noch viel mehr als „Gebrauchslyrik“- so sind sie nämlich fast als Biographie zu lesen, als Biographie eines Mädchens, einer Frau, einer Künstlerin, einer Mutter, einer Ehefrau, einer Emigrantin – und einer Jüdin. In ihnen spiegelt sich diese Zeit, und manchmal schlägt Kaléko Töne an, die mancher nicht vermutet hat.
Die beiden Künstlerinnen Ulrike-Kirsten Hanne, Rezitation und Elke Knötzele, Akkordeon haben ein fein abgestimmtes literarisch-musikalisches Programm entlang dieser Biographie erarbeitet und werden Texte und passende Musikstücke auf die Bühne bringen.
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