Empfohlen von Anna Bougé
Früher war Ning Profiboxerin, heute ist sie Chefin eines Nagelstudios. Dort heißen alle „Susan“, haben schulterlanges schwarzes Haar und tragen die gleichen Klamotten.Ning will es so, da sie der Meinung ist die Kundschaft könne sie sowieso nicht auseinanderhalten und so ist es einfacher. Sie selber ist die „Ober Susan“. Als eine der Susans mit zu langem Haar kommt, wird dieses kurzerhand abgeschnitten. Streng achtet sie darauf, den Ansprüchen der Kunden gerecht zu werden. Auch wenn die Susans hier und da in ihrer eigenen Sprache über diese reden, soll jeder mit einem guten Gefühl nach Hause gehen. Erzählt wird aus der Ich-Perspektive, man begleitet Ning einen ganzen Arbeitstag lang. Eine neue Susan wird eingearbeitet, man lernt die anderen Susans und ihren Alltag kennen. Auch über Ning erfährt man einiges aus ihrem früheren Leben. Warum man nur selten hinter ihre harte Schale blicken kann, und warum sie einen trockenen Ton sowie einen bissigen Humor hat.Ein kurzweiliges Buch, das man trotz des ungewöhnlichen Settings gerne liest.