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Der Roman beginnt damit, wie es sich für die Ich-Erzählerin Lale anfühlt, als ungeborenes Baby in den Bauch ihrer schwangeren Mutter zu sein. Ihre Mutter ist drogenabhängig. In der 32. Woche kommt das Kind zur Welt, vor der Entbindung besorgt der Vater ihrer Mutter noch Heroin. Da der Vater eine Gefängnisstrafe absitzen muss, wird Lale zunächst in die Obhut des Jugendamtes gegeben. Nach kurzer Zeit im Kinderheim nimmt ein Freund des Vaters sie als Pflegekind auf. Fortan lebt Lale in einer Wohngemeinschaft mit vier Männern. Sie sympathisieren mit Revolutionären und Anarchisten, feiern Partys mit Drogen und Alkohol. Für den Leser ist es unvorstellbar, wie in dieser Umgebung ein Kind aufwachsen kann, insbesondere unter der Vorstellung, dass dies die Kindheit der Autorin war. Man folgt gebannt, wie sie versucht, sich als Heranwachsende zurechtzufinden, ihrem schwierigen und letztlich doch erfolgreichen Weg durch die Schule und den gescheiterten Versuchen, einen Beruf auszuüben. Es fehlt „eine verbindliche Beziehung zur Realität“, wie Lale es selber ausdrückt. Letztlich schafft sie es aber offensichtlich, diese aufzubauen. Denn sonst hätte sie niemals ein so beeindruckendes Buch schreiben können!