Empfohlen von Nicol Nawrath
Yunjae leidet unter Alexithymie: Von Geburt an ist es ihm nicht möglich Emotionen wie Freude, Wut, Angst oder Trauer zu empfinden. Grund dafür ist seine nicht ausgeprägte Amygdala – die „Mandeln“ in seinem Hirn.
Seine Mutter versucht ihm mit der Hilfe von Post-Its Emotionen, soziale Erwartungen und die richtigen Reaktionen beizubringen. Sie macht sich sorgen, denn für viele Menschen und Kinder in der Umgebung gilt ihr Sohn als Freak und das nur, weil er das Gefühl von Traurigkeit nicht kennt und nicht versteht, wieso Menschen lachen. Seine direkte Art, die klinische Emotionslosigkeit stört ihn selber nicht, er fühlt sich nicht gehänselt oder einsam. Als ein tragisches Ereignis ihn alleine zurücklässt, versucht er, so wie er es für sich versteht, normal weiter zu leben. Die Post-Its ignoriert er, diese sind nun einfache Deko und Erinnerungstücke für ihn geworden. Ein neuer Schüler, namens >Gon< wechselt auf seine Schule und sein Leben ändert sich erneut. Dieser hat nämlich Yunjae als sein neues Opfer auserwählt. Doch sobald Gon merkt, dass Yunjae nicht auf seine Schikane reagiert, wie er es sich erhofft, wechselt er seine Vorgehensweise von Grund auf.
Es ist die Erzählung zweier Jungen im selben Alter, die vollkommen unterschiedlich sind. Der eine emotionslos und liebevoll aufgewachsen, der andere eine Emotionsbombe und Alptraum vieler Eltern. Ohne es richtig zu verstehen helfen und ergänzen sie sich gegenseitig, bis aus zwei vermeintlich hoffnungslosen Fällen, eine Freundschaft entsteht von denen beide mehr als profitieren.