Empfohlen von Nicol Nawrath
Es ist eine Geschichte, die in den wilden Zwanzigern der Figuren beginnt und ihre menschliche Weiterentwicklung über die Jahre zeigt.
Die Protagonistin, dessen echten Namen wir nicht erfahren, erlebt gerade ihr letztes Jahr im Literaturstudium. In diesem Jahr trifft sie auf zwei Männer, beste Freunde und ebenfalls Studenten, namens Sam und Yash. Während zwischen ihr und Yash eine Freundschaft erblüht, geht sie mit Sam eine eher toxische Beziehung ein. Als die Beziehung zu kippen droht, fürchtet sie sich, Yash, mit dem sie viel besser harmoniert, zu verlieren. Um mehr Zeit mit ihm verbringen zu können, verlängert sie ihr Studium um ein weiteres Semester und zusammen durchleben sie „ihren letzten Herbst“. Jedes Leben gehen weiter, schöne als auch tragische Momente entstehen, bis sich ihre Wege für eine ganze Weile trennen. Ein spontaner Besuch von Yash, in dem mittlerweile ganz anderen Leben der Protagonistin, lässt alte Wunden wieder hervorkommen.
Es ist ein schönes Buch zum schmökern, mit Anregungen, das eigene Leben zu hinterfragen, ohne eine philosophische Keule auf den Kopf des Lesers zu hauen. Wir sehen, wie begabte Menschen ohne das richtige Umfeld untergehen, Menschen bei denen man denkt, der nächste Schritt wäre der falsche und doch alles gut verläuft, sowie Menschen dessen Schicksal es nicht gut meint. Literarische Anspielungen bekannter Werke, sowie Zitate lassen auch Literaturliebhaber schmunzeln.