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Sachbücher

"Wir brechen die 10 Gebote und uns den Hals"

Zelda und F. Scott Fitzgerald. Eine Biografie

Michaela Karl
"Wir brechen die 10 Gebote und uns den Hals"

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Schön und verdammt, berühmt und berüchtigt: Zelda und F. Scott Fitzgerald

Er gab einer Epoche ihren Namen. Sie war die Hauptfigur in all seinen Romanen. Zusammen waren sie das Traumpaar der Jazz-Ära und der »lost generation«: Erfolgsautor F. Scott Fitzgerald und seine Frau Zelda forderten das Leben heraus, suchten das Glück und endeten in Verzweiflung. Reich und erfolgreich, berüchtigt für ihre verrückten Kapriolen und ihren exzessiven Alkoholgenuss in New York, Paris und an der französischen Riviera waren sie das Idol einer Generation. Doch die Schönen wurden zu Verdammten: exaltierter Lebenswandel, Schaffenskrisen und psychische Probleme führten zum Absturz. Der Mythos aber lebt weiter …

Empfohlen von Thomas Mäurer

Thomas Mäurer

Auch in diesem Frühjahr hat der Residenz Verlag wieder eine Biographie auf den Markt gebracht, die sich mit zwei Idolen der goldenen Zwanziger befasst. Nach Dorothy Parker porträtiert die Autorin Michaela Karl nun das Glamourpaar der damaligen Zeit schlechthin: Zelda und F. Scott Fitzgerald.

 

Sie eine wilde Südstaatenschönheit, er der Junge, der immer dazugehören wollte. Verbunden sind sie durch ihren Hunger nach Leben, nach Luxus und Erfolg. Als sie 1918 das erste Mal aufeinander treffen, verliebt sich Scott sofort in Zelda. Und auch Zelda, die sich vor Verehrern kaum retten kann, kann dem Charme des Yankees Scott nicht widerstehen. Beide fühlen sofort, dass sie Seelenverwandte sind. 1920, das Jahr in dem Scotts erster Roman „Diesseits vom Paradies“ erscheint, heiraten sie.

 

Mit dem Erscheinen des Romans brechen für die Fitzgeralds goldene Zeiten an. Sie ziehen nach New York und werden dort Teil der High Society. Mit ihrem luxuriösen und extravaganten Lebensstil stehen sie stets im Mittelpunkt des Interesses und somit auch in den Klatschspalten. Die Fitzgeralds sind schön, erfolgreich und werfen das Geld mit beiden Händen aus dem Fenster. Sie ziehen von einer Villa in die nächste, mal in Amerika, mal in Europa. Sie leben in New York, in Paris und sie etablieren die französische Riviera als DAS Reiseziel der Reichen und Schönen. Doch auf diese Jahre der Partys, des Luxus und des unbesorgten Lebens folgen viele Rückschläge. Scott leidet zunehmend an Schreibblockaden und Zelda wird nach einem Nervenzusammenbruch in eine psychiatrische Klinik eingewiesen.

 

Gekonnt zeichnet Michaela Karl das Bild zweier außergewöhnlicher Menschen, deren Leben, vom rasanten Aufstieg bis zum Absturz, auch heute noch fasziniert. Diese Biographie ist von Anfang bis Ende ein spannendes Lesevergnügen bei dem man nicht nur viel über den Zeitgeist der Zwanziger Jahre erfährt, sondern auch auf zahlreiche berühmte Zeitgenossen wie Ernest Hemingway oder Gertrude Stein trifft.

 

Wer Michaela Karls Biographie von Dorothy Parker mit Genuss gelesen hat, der sollte unbedingt einen Blick in dieses Buch werfen. Und alle anderen sowieso.