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Belletristik

Man kann auch in die Höhe fallen

Roman

Joachim Meyerhoff
Man kann auch in die Höhe fallen

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Mit Mitte fünfzig zieht der Erzähler zu seiner Mitte achtzigjährigen Mutter aufs Land, um dort an einem Roman über das Theater mit dem Titel »Scham und Bühne« zu schreiben. Es werden unvergleichliche, ereignisreiche Wochen, in denen er durch die Hilfe seiner Mutter aus einer tiefen Lebenskrise findet.
Nachdem er in Wien von einem Schlaganfall aus der Bahn geworfen wurde, hofft Joachim Meyerhoff, durch einen Neuanfang in Berlin wieder Fuß zu fassen. Doch alles kommt anders als gedacht. Die neue Stadt zerrt an den Nerven und die künstlerische Arbeit als Schriftsteller und Schauspieler fällt ihm von Tag zu Tag schwerer.
Auf der Geburtstagsfeier seines kleinen Sohnes ereignet sich ein Zwischenfall, der keinen Zweifel daran lässt, dass es so nicht weitergehen kann. Der Erzähler verlässt Berlin und zieht zu seiner Mutter aufs Land, die auf einem herrlichen Grundstück unweit vom Meer ein sehr selbstbestimmtes Leben führt. Mutter und Sohn sind sich immer schon sehr nah gewesen, aber diese gemeinsamen Wochen werden zu einer besonderen Zeit. Der Sohn klinkt sich ein in den Tagesablauf der Mutter, beginnt seinen Theaterroman und andere Geschichten zu schreiben und findet allmählich heraus aus Zorn und Nervosität, die ihn sein ganzes Leben begleitet haben.

Empfohlen von Anna Bougé

Aus der Backhaus-Filiale Aachen (Jakobstraße)

Anna Bougé
Joachim Meyerhoff nimmt uns mit auf die Reise, wie er mit Mitte 50 zurück zu seiner Mutter zieht. Nach seinem Schlaganfall wagt er einen Neuanfang, er zieht mit seiner Familie von Wien nach Berlin. Mit der großen Stadt kann er sich jedoch nicht anfreunden. Er ist oft gereizt und fühlt sich unwohl, er kann keinen klaren Gedanken finden. Auch wegen seinem Schlaganfall ist er deutlich sensibler geworden. All das entwickelt sich zu einer Schreibblockade. In einem emotionalen Moment während des Geburtstages seines neunjährigen Sohnes bricht der Druck schließlich über ihn hinein, was ihn dazu bewegt, für einige Wochen zu seiner Mutter aufs Land zu ziehen. Dort möchte er Abstand von Berlin gewinnen aber auch neue Inspiration finden. Seine Mutter, Mitte 80 ist das genaue Gegenteil von ihm. Sie ist voller Lebensfreude und hat eine muntere Art die viele amüsante Anekdoten und Erlebnisse hervorbringt. Im Gespräch mit seiner Mutter offenbart er sein Dilemma, er wurde gerne ein Buch über seine Erfahrungen im Theater schrieben, aufgrund seiner Schreibblockade fällt ihm dies jedoch schwer. Seine Mutter hat daraufhin eine andere Idee;  er könne doch ein Buch über sie schreiben, welches sie gerne noch vor ihrem Tod lesen möchte.  Diese Idee wird für ihn zum Wendepunkt. In der Zeit bei seiner Mutter findet er nicht nur die gewünschte Ruhe, sondern auch zurück zu seiner Kreativität. Er beginnt seine Gedanken und Geschichten zu Papier zu bringen. Gedanken und Geschichten voller Emotionen und durchzogen mit Humor. Durch seinen Schreibstil und die besondere Beziehung zwischen ihm und seiner Mutter schafft es Meyerhoff, die Leser in seine Welt zu ziehen.