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Belletristik

Das Loch

Hiroko Oyamada
Das Loch

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"Vierundsiebzig" von Ronya Othmann über die IS-Massaker an den Jesiden steht auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises, kein Wunder: Das Buch zählt inhaltlich und literarisch zu den stärksten des Jahres.

Empfohlen von Nicol Nawrath

Nicol Nawrath

Eine junge Frau zieht mit ihrem Ehemann aus der Großstadt hinaus aufs grüne Land.
Aufgrund der Entfernung muss Asa ihren Beruf aufgeben, doch zum Glück handelt es sich beim neuen Haus um eines Ihrer Schwiegereltern - Miete muss das junge Paar nicht zahlen. Sie sind Kinderlos und planen diese für die nächste Zeit auch nicht ein. Alles klingt im ersten Augenblick für viele wie ein Traum, wieso, versteht Asa nicht.
Nach nur kurzer Zeit fällt Sie wortwörtlich in ein Loch, dass wie für sie gemacht zu sein scheint. Sie klettert heraus und plötzlich wirkt nichts mehr so, wie es einmal war. Oder war es schon immer so und es ist nur ihr aufgefallen?

 

Hiroko Oyamada oder im Japanischen Oyamada Hiroko genannt, hat es geschafft in diesem kleinen Büchlein subtil viele Themen zu vereinen, die einen im Nachhinein zum Nachdenken anregen. Arbeitsethik in Japan, Erwartungen an Frauen und Heirat, sowie der Verlust einer alltäglichen Struktur. Realität und Fantasie verschwimmt, eine Grenze die schmaler ist, als man denkt- denn alles ist eine Frage der Wahrnehmung.