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Sachbücher

Cooper & Co.

Der Wilde Westen im Film

Wolf Kampmann
Cooper & Co.

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Wann immer der Western als Filmgenre totgesagt wird, erlebt er eine neue Blüte. Woran liegt das? Die Antwort ist einfach. Der Plot des Westerns ist so alt wie die Kulturgeschichte der Menschheit. Es ist die ewige Fabel von Jäger und Gejagtem, Treue und Verrat, Moral und Verwerflichkeit, Mensch und Natur. Sie findet sich wieder in jenen Geschichten von der imaginären, sich fortwährend von Osten nach Westen verschiebenden Frontier und dem immer wiederkehrenden Good Bad Man, der sich über seine zweifelhafte Vergangenheit hinwegsetzt und zum Beschützer der Guten und Schwachen aufwirft. So geschehen in den Western der Stummfilmepoche, den amerikanischen Western der McCarthy Ära, des Korea- und Vietnamkriegs, dem Italowestern und den deutschen Karl-May- und DEFA-Indianerfilmen, dem modernen und internationalen Western. Mit diesen Filmen sind so legendenhafte Filmstars wie John Wayne, Gary Cooper und Clint Eastwood, aber auch Franco Nero, Pierre Brice und Gojko Mitić verbunden. Kaum ein anderes Genre ist so klischeebeladen wie der Western, und doch führt gerade der Western oft seine eigenen Klischees hämisch grinsend ad absurdum. Und der Western ist vielfarbiger, als es auf den ersten Blick erscheinen mag. Die Rolle der Frau, der Indigenen, der Afroamerikaner oder Mexikaner hat sich im Lauf eines Jahrhunderts gewandelt, mit Themen wie Homosexualität und Homosozialität wird, wenn auch zaghaft, immer offener umgegangen.

Empfohlen von Thomas Coenen

Thomas Coenen

Kampmann hat ganze Arbeit geleistet und eine Geschichte des Westerngenres verfasst, die ihresgleichen sucht. Er gibt Beispiele der verschiedenen Stile als da wären:  DDR-Western, Italowestern; Veteranenwestern etc, etc. Er schaut ebenso auf die politischen Hintergründe der Western, ihre Schauspieler, John Wayne und Lee van Cleef um nur zwei zu nennen und man verspürt sofort den Drang, sich diese Filme anzuschauen. Auch die deutschen Übersetzungen der Titel reichen von komisch bis auweia und haben mitunter aber auch gar nichts mit dem Inhalt des Filmes gemein. Der offene Rassismus der auch Teil des Genres ist wird auch behandelt und eine subtile Rache der Navajo ist in die Filmgeschichte eingegangen: einfach mal Seite 248 aufschlagen! Ich wünsche viel Spaß bei der Lektüre und beim DVD-Abend.