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Belletristik

I am cringe, but I am free

Roman

Verena Bogner
I am cringe, but I am free

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Ein Roman über den Mut zur Verletzlichkeit und echte Freundschaft, die alles übersteht

Was cool ist, bestimmen immer die anderen – so auch im Leben der Erzählerin, die von klein auf weiß, was es heißt, nicht schlank, abgebrüht, edgy genug zu sein. Aus Angst vor der Peinlichkeit des Lebens versteckt sie sich hinter den Erwartungen der anderen, hinter denen ihres nutellahassenden Vaters, ihres schnöseligen Boyfriends Fabian, ihres viel zu coolen Arbeitgebers. Erst, als Flora, Josef und Rosalie (und eine ziemlich gute Therapeutin) in ihr Leben treten, wird ihr Mut langsam größer als die Angst vor dem Cringe. Gemeinsam stellen sie sich die Frage: Was ist ein cringefreies Leben wert, wenn man sich dabei selbst verliert? Mit den Menschen, die sie nicht trotzdem, sondern genau deshalb lieben, traut sie sich, nach einer Antwort zu suchen. Und findet sie irgendwo zwischen Pina Coladas, No-Angels-Songs und einer wahnwitzigen Bergwanderung. 

Empfohlen von Anna Bougé

Aus der Backhaus-Filiale Aachen (Jakobstraße)

Anna Bougé
Ein Roman voller Humor und doch so Tiefgründig, dass er lange im Gedächtnis bleibt. „I am cringe, but I am free“ behandelt Themen wie Selbstzweifel, Bodyshaming und den Wunsch dazuzugehören. Seit ihrer Kindheit kämpft unsere Protagonistin mit dem Gefühl, nie „cool“ genug zu sein. Sie versucht es allen in ihrem Umfeld recht zu machen, dabei drängt sie sich jedoch immer wieder in eine Rolle, die gar nicht zu ihr passt. Niemand darf wissen, dass sie die No Angels hört oder jedes Jahr das Dschungelcamp schaut. Es war ihr peinlich als ihr Freund davon erfuhr. Von ihrem Vater bekommst sie ständig eine Predigt darüber wie ungesund Nutella sei und dass sie doch mehr auf ihre Figur achten soll. Er nennt sie „Pummelchen“ oder „Mops“. Es wundert einen also nicht, dass sie jedes Mal erleichtert ist, wenn ihre Mutter sie nach dem Besuch wieder abholt. Ihre Mutter ist ihr größtes Vorbild, sie macht mach was sie will und lässt sich nicht der Meinung anderer Beeinflussen. Bei ihr kann sie ganz sie selbst sein. Das Buch ist in drei Abschnitte gegliedert und lässt sich durch den lockeren, modernen Schreibstil flüssig lesen. Erzählt wird aus der Ich-Perspektive. Die Geschichte wirkt authentisch und ehrlich, sodass man sich gut in die Protagonistin hineinversetzen kann.