Empfohlen von Anna Bougé
Aus der Backhaus-Filiale Aachen (Jakobstraße)
Was macht man, wenn man sieben Tage auf eine unvorhersehbare Diagnose warten muss? Viele würden vermutlich noch mal in den Urlaub fahren und sich die Zeit so schön wie möglich gestalten. So viel Ablenkung wie eben möglich. Auch unsere Protagonistin überlegt kurz, ob sie nicht verreisen soll, Ibiza wäre doch toll. Sie beschließt jedoch, dass es keinen besseren Zeitpunkt gibt, um den Keller auszumisten. Ihr ist bewusst, dass sie zu viel Zeug besitzt. Im Keller wird sie trotzdem mit ihrem Überkonsum und ihren alten Ichs konfrontiert. Kurzerhand zieht sie für diese eine Woche in den Keller. Sie weiß gar nicht, wie sie das alles schaffen soll, denn nicht nur im Keller herrscht Chaos, sondern auch in ihrem Kopf. Sie stöbert in Kartons aus ihrer Kindheit bis hin zu ihrer Teenagerphase und schwelgt in Erinnerungen. Immer wieder hat sie versucht herauszufinden, wer sie eigentlich wirklich ist. Nun fragt sie sich, warum ihr das kaufen von Dingen nur so viel Freude bereitet. Zusammen mit der Protagonistin, fängt man an über das eigene Leben nachzudenken. Im Hinterkopf immer die bevorstehende Diagnose. Der Schreibstil der Autorin ist realistisch, durchzogen von Humor und doch genug Ernsthaftigkeit.