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Belletristik

Junk

Roman

Ilona Hartmann
Junk

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»Ilona Hartmann ist wahrscheinlich die coolste Schriftstellerin Deutschlands.
Und sie hat ein neues literarisches Genre erfunden: Happysad.« (Dirk von Lowtzow)

Sieben Tage hat sie Zeit. Sieben Tage zwischen einer beunruhigenden Diagnose und dem klärenden Arzttermin, der alles verändern könnte. Sieben Tage, um nicht nachzudenken – oder endlich aufzuräumen. Statt in den Urlaub zu fahren oder sich ablenken zu lassen, steigt sie hinab in ihr Kellerabteil, ausgestattet mit Stirnlampe, Müsliriegeln und dem festen Vorsatz, sich von allem zu trennen, was sie nicht mehr braucht, und freizulassen, was ohne sie besser dran ist.
Doch zwischen Umzugskartons und Erinnerungskisten, XXL-Plüschteddys und 20 Jahre alten Zahnbürsten (OVP) beginnt eine unerwartete Expedition: durch Chaos und Ordnung, Konsum und Identität, durch die Geschichte ihrer Dinge und eine Meditation über Schrott. Begleitet von ihrer minimalistischen Schwester, einer pragmatischen Gebrauchtwarenhändlerin und den Fabelwesen, die im Keller rascheln, stellt sie fest: Wegwerfen ist Trennung ohne Hintertür.
Eine Geschichte über das, was wir anhäufen, und das, was uns ausmacht. Und ein Versöhnungsangebot an die eigenen Unaufgeräumtheiten.

Empfohlen von Anna Bougé

Aus der Backhaus-Filiale Aachen (Jakobstraße)

Anna Bougé
Was macht man, wenn man sieben Tage auf eine unvorhersehbare Diagnose warten muss? Viele würden vermutlich noch mal in den Urlaub fahren und sich die Zeit so schön wie möglich gestalten. So viel Ablenkung wie eben möglich. Auch unsere Protagonistin überlegt kurz, ob sie nicht verreisen soll, Ibiza wäre doch toll. Sie beschließt jedoch, dass es keinen besseren Zeitpunkt gibt, um den Keller auszumisten. Ihr ist bewusst, dass sie zu viel Zeug besitzt. Im Keller wird sie trotzdem mit ihrem Überkonsum und ihren alten Ichs konfrontiert. Kurzerhand zieht sie für diese eine Woche in den Keller. Sie weiß gar nicht, wie sie das alles schaffen soll, denn nicht nur im Keller herrscht Chaos, sondern auch in ihrem Kopf. Sie stöbert in Kartons aus ihrer Kindheit bis hin zu ihrer Teenagerphase und schwelgt in Erinnerungen. Immer wieder hat sie versucht herauszufinden, wer sie eigentlich wirklich ist. Nun fragt sie sich, warum ihr das kaufen von Dingen nur so viel Freude bereitet. Zusammen mit der Protagonistin, fängt man an über das eigene Leben nachzudenken. Im Hinterkopf immer die bevorstehende Diagnose. Der Schreibstil der Autorin ist realistisch, durchzogen von Humor und doch genug Ernsthaftigkeit.