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Gerade fertig gelesen hab ich diesen dicken Schmöker aus dem Gutkund Verlag. Die Regisseurin Agnès wird überraschend vieler ihrer Gewissheiten beraubt, als sie feststellt, dass ihre unscheinbare Tante „Tata“, ein wesentlich spannenderes Leben hatte, als bisher angenommen. Besagte Tante, die sie vor drei Jahren beerdigt hatte, ist nämlich nun erneut „gestorben“… Ein bisschen krimimäßig wird nun ihre Lebensgeschichte aufgerollt und gleichzeitig erzählt, wie Agnès ihr eigenes Leben endlich wieder auf die Reihe bekommt, nachdem ihr Mann sie verlassen hat. Gefallen hat mir das bunte Potpourri an Menschen und Lebensentwürfen und die vielschichtigen Geschichten auch auf verschiedenen Zeitebenen. Irgendwie ziemlich französisch - jeder stelle sich nun bitte vor, was ich darunter verstehe - fand ich diesen Roman, mit dem man wunderbar in eine ganz andere Welt abtauchen kann. Nicht schrecken sollte einen, dass wirklich viele verschiedene sozialkritische Themen aufgegriffen werden – für meinen Geschmack etwas too much. Aber weil die Geschichte so gut erzählt war, konnte ich gern drüber hinwegsehen.