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Belletristik

Spuk

Roman

Florian Dietmaier
Spuk

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Der abgehalfterte Privatdetektiv Frank kämpft im Tucson des Jahres 1952 nicht nur gegen die schweißtreibende Hitze, sondern ringt vor allem mit seinen Erinnerungen. Eigentlich soll er dort die sich formierenden Gewerkschaften ausspionieren, doch setzt mitten in einer Observierung eine Zeitungsmeldung langsam die Erinnerungsmaschine in seinem löchrigen Hirn in Gang.
So flirren die Gedanken des Verdrängungskünstlers zurück ins Jahr 1944 nach Zephyrhills zu einem Erpressungsfall rund um das irre Vorhaben des liebeserblindeten Carl Tanzer. Es flackert Los Angeles im Jahr 1932 gegen Ende der Prohibitionszeit auf, wo er mit seinem Polizeikollegen Fred krumme Dinger gedreht hat. Und schließlich bröckelt die Erinnerungsverweigerung immer weiter: Was ist damals im steirischen Eisenerz geschehen? Nach dem Ersten Weltkrieg herrschten politische Wirren, die Gewerkschaften agitierten – wo hatte Frank überall seine Finger im Spiel, dass er Hals über Kopf in die Staaten floh? Und wie hängt alles mit allem zusammen?
Spuk erzählt historisch Verbürgtes und erfundene Historie. Mit einer gefinkelten, trickreichen Erzählweise schreitet der Roman in die Vergangenheit voran, um über Schuld und Verantwortung, Verbrechen und Solidarität zu sprechen.

Empfohlen von Thomas Coenen

Thomas Coenen

,,Spuk“ ist in allen Belangen ein extrem ungewöhnliches Buch und nimmt den Leser mit auf eine Reise in die Vergangenheit. Obwohl, so kann man das nicht pauschal sagen denn manchmal spielt die Handlung auf allen Zeitebenen gleichzeitig und verknüpft Elemente österreichischer Sagen mit dem von Detektivgeschichten a´la Chandler. Hauptfigur ist Frank, Privatdetektiv, der seine Sinne beständig mit Alkohol vernebelt angetrieben von einer mysteriösen Katze. Die simple Observation von Gewerkschaftlern in Arizona ist der Einstieg in seine Geschichte. Immer stärker kommen Details aus seinem Leben an die Oberfläche bis zu dem verhängnisvollen Ereignis, das ihn zur Flucht aus seiner alten Heimat Österreich bewegte. ,,Spuk“ ist für alle Leser, die sich einmal wieder aus der Komfortzone des Alltäglichen herauswagen wollen.